Folge #136: Lukas Nagl: „Das Wichtigste ist, dass ich kochen darf und nicht muss“
Lukas Nagl gehört zu den angesehensten Köchen Österreichs. Heinz Reitbauer bezeichnet ihn als einen der besten Fischköche weit und breit. Laut auftreten muss Nagl dafür nicht – im Gegenteil. Im neuen Rolling Pin Talk erklärt er, warum er lieber kocht, als sich selbst zu inszenieren.
Social Media ist ihm „ein großer Graus“, Multitasking für ihn „der größte Scherz überhaupt“ – und wenn einem hochdekorierten Restaurant die eigene Handschrift fehlt, findet Nagl noch deutlichere Worte. Im Gespräch spricht der Küchenchef des Bootshaus am Traunsee darüber, warum Köche wieder stärker auf sich selbst hören sollten, weshalb Sterne und Rankings nie der eigentliche Antrieb sein dürfen und warum Regionalität für ihn weit mehr als ein Marketingbegriff ist.
Nagl erzählt außerdem, wie ihn seine Zeit auf Sansibar geprägt hat, warum er einst mit einem riesigen Hecht in der Wiener U4 unterwegs war und was ein Koch tatsächlich braucht, um gutes Essen zu machen. Es geht um Führung ohne Geschrei, Nachwuchs und Ausbildung, seine kritische Sicht auf die aktuelle Work-Life-Debatte – und um die Frage, warum die Gastronomie Gefahr läuft, ihre eigene Qualität wegzurationalisieren. Ein Gespräch über Fisch, Fokus und Familie – und über einen Koch, der ziemlich genau weiß, was er will und was nicht.
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